Das Labor für Künstliche Intelligenz
der Universität Hamburg

Das "Labor für Künstliche Intelligenz" (LKI) ist eine Einrichtung der Universität Hamburg zur anwendungsorientierten Forschung auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI). Es hat im Oktober 1988 seine Arbeit aufgenommen. Das LKI versteht sich als Mittler zwischen wissenschaftlicher Forschung und den Bedürfnissen der Anwendung. Mit Anschubförderung durch die Wirtschaftsbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg finden im LKI Kooperationsprojekte zwischen KI-Forschern der Universität und Firmen vorzugsweise des Hamburger Wirtschaftsraumes statt. Diese anwendungsorientierten Projekte des LKI ermöglichen wissenschaftliches Arbeiten im fruchtbaren Spannungsfeld zwischen theoretischen Grundlagen und praktischen Erfordernissen.

Vor dem Hintergrund breiten fachlichen Know-hows versteht sich das LKI als Ansprechpartner in allen Bereichen der KI. Um seine Arbeit zu fokussieren und synergetische Effekte zu erzielen, hat es sich ein Leitthema gegeben: Repräsentation des Gegenständlichen, insbesondere komplexer technischer Geräte. Damit versucht das LKI, wissenschaftliche Grundlagen und einsatzfähige Werkzeuge für ein breites Spektrum von Aufgaben bereitzustellen, z.B.

Das Labor für Künstliche Intelligenz -
Partner der Wissenschaft

Als Einrichtung der Universität Hamburg ist das LKI Teil des Fachbereichs Informatik, der bereits seit 1971 Forschung auf dem Gebiet der KI betreibt. Hauptträger der KI-Grundlagenforschung sind die drei Arbeitsbereiche "Kognitive Systeme" (Leitung: Prof. Dr. Bernd Neumann), "Natürlichsprachliche Systeme" (Leitung: Prof. Dr. Walther v. Hahn) und "Wissens- und Sprachverarbeitung" (Leitung: Prof. Dr. Christopher Habel), die mit ca. 60 Wissenschaftlern einen der größten KI-Schwerpunkte Deutschlands bilden. Zu diesen Forschungsgruppen steht das LKI in engem Kontakt.

Die Zielsetzung des LKI ist die anwendungsorientierte KI-Forschung. Die Qualität dieser Forschungstätigkeit wird durch zahlreiche Publikationen und Vorträge auf nationalen und internationalen Tagungen belegt. Die Ergebnisse seiner Arbeit präsentiert das LKI außerdem regelmäßig auf Messen (z.B. Systems, Hannover Messe, ONLINE).

Das LKI ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der deutschen KI-Institute (AKI), neben dem Bayerischen Forschungszentrum für wissensbasierte Systeme (FORWISS), dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), dem Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW), dem Forschungsnetz "Anwendungen der Künstlichen Intelligenz" in Nordrhein-Westfalen (KI-NRW) und dem Forschungsbereich Künstliche Intelligenz der GMD Forschungszentrum Informationstechnik GmbH (FIT-KI). Die AKI hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung aus dem Bereich der KI für Anwender nutzbar zu machen, und darüber hinaus als Ansprechpartner für alle gesellschaftlichen Gruppen zur Verfügung zu stehen, um durch eine gemeinschaftliche Strategiediskussion Ziele für die Forschung zu formulieren. Die Zusammenarbeit der AKI-Institute erstreckt sich auf gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, Präsentationen, Tagungen und Workshops sowie den Austausch von Mitarbeitern und Software. Gemeinsame Projekte sind ebenfalls vorgesehen.

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Brücke von Forschung zu Anwendungen

Eine Zielsetzung des LKI ist der schnelle Transfer von wissenschaftlichem Know-how in die industrielle Praxis. Aktuelle Forschungsergebnisse fließen in die Konzeptions- und Entwicklungsarbeiten des LKI ein. Als Teil der Universität mit den entsprechenden Randbedingungen ist das LKI jedoch nicht in der Lage, die entwickelten Prototypen in marktreife Produkte umzusetzen, zu pflegen und zu warten. Diese Aufgabe wird häufig von Kooperationspartnern des LKI übernommen. Enge Kontakte bestehen diesbezüglich u.a. zwischen dem LKI und der MAZ GmbH (Mikroelektronik Anwendungszentrum Hamburg). Die MAZ GmbH hat die Förderung der wirtschaftlichen Anwendung der Mikroelektronik in Unternehmen der Region und die Beteiligung an der Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Mikroelektronik im nationalen und europäischen Rahmen zum Ziel. Sie verfügt über eine KI-Abteilung, die KI-Forschungsergebnisse in Produkte und kommerzielle Systeme umsetzt. Die Zusammenarbeit zwischen dem LKI und der KI-Abteilung des MAZ erstreckt sich von regelmäßigem Informationsaustausch bis hin zu Projektkooperationen, z.B. auf dem Gebiet der "Diagnose". Die folgende "Innovationsachse" veranschaulicht die Rolle des LKI und seiner Partner im Prozeß des Know-how-Transfers:

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Partner der Industrie

Das LKI betreibt anwendungsorientierte Forschung auf dem Gebiet der KI mit dem Ziel, Know-how-Transfer in die Industrie zu leisten und den wirtschaftlichen Einsatz von KI-Technologien zu ermöglichen. Zu diesem Zweck führt das LKI Kooperationsprojekte mit Partnern aus der Industrie durch.

In vielen industriellen Bereichen besteht ein hohes Potential für Qualitätsverbesserung, Wertschöpfung und Produktivität durch den Einsatz von KI-Methoden. Beispiele sind:

Die Arbeiten des LKI sind im vorwettbewerblichen Bereich angesiedelt. In Kooperationsprojekten werden gemeinsam mit industriellen Partnern im Projektplan festgelegte Ziele und Teilziele erarbeitet. Typischerweise übernimmt das LKI die Konzeption und Entwicklung von Prototypen. Daneben bietet das LKI Ausbildungskurse und Vorträge sowie Beratung und Machbarkeitsstudien an.

Prof. Dr. Bernd Neumann, Leiter des LKI, und ein erfahrenes Dozenten-Team führen intensive Kompaktkurse und Praktika durch, die auf die Bedürfnisse von KI-Anwendern abgestimmt sind. Das Spektrum reicht von Einführungs- über Fortgeschrittenen- bis zu Spezialkursen. Die Kurse führen wir auf Wunsch auch in Ihrem Hause durch. Genauere Informationen zu dem Kursangebot fordern Sie bitte beim LKI an.

Wenn Sie daran denken, in Ihrem Unternehmen KI-Methoden einzusetzen, beraten wir Sie gern im Hinblick auf das optimale Vorgehen, die Auswahl geeigneter Werkzeuge, die Aufbereitung des Wissens, die Berücksichtigung von Bedürfnissen der Benutzer etc.


LKI KOGS Computer Science Department

25/1/95
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