
SHOPSY: Entwurf eines Diagnosekerns für schiffstechnische Anlagen
Auftraggeber: STN Systemtechnik Nord, Hamburg
Förderung: Das LKI war Unterauftragnehmer der STN in dem Teilprojekt SHOPSY/RESI-B des BMFT-Projektes SHOPSY
Laufzeit: 1/91 - 12/93
In
diesem Projekt wird zunächst ein Konzept zur modellbasierten Diagnose
schiffstechnischer Anlagen erarbeitet und prototypisch implementiert. Für
jede Komponentenklasse wird deren Verhalten und mögliches Fehlverhalten
relativ zu einem gewünschten Normalverhalten qualitativ und mit Mitteln
der Aussagenlogik modelliert. Bisher modellierte Komponentenklassen sind
z.B.: öldurchströmte Rohre, Ventile, Separatoren, Filter, Pumpen und
Tanks. Für eine gegebene Anlage, also eine Konfiguration von Komponenten,
läßt sich dann ein vollständiges Modell der Anlage in Gestalt
eines sogenannten Wirkungsgraphen (Constraint-Netz) automatisch erzeugen.
Während einer Diagnosesitzung wird dieses Modell genutzt, um alle aus
Fehlersymptomen und Beobachtungen (vom Benutzer eingegeben) und
Meßwerten (werden laufend automatisch ermittelt) ableitbaren Konsequenzen
zu berechnen, dadurch mögliche Fehlerursachen systematisch einzukreisen
und die Widerspruchsfreiheit der Beobachtungsmenge zu garantieren.
Die
laufenden Arbeiten umfassen zum einen die Modellierung einer vollständigen
Brennstoffaufbereitungsanlage (einige hundert Komponenten) und zum anderen
die Erprobung des bisher entwickelten Ansatzes an einem zweiten Leitbeispiel
aus der Fahrzeugelektrik. Geplant sind Arbeiten zur Ableitung
diagnosestrategischen Wissens aus dem Modell, zur Einbeziehung zeitlichen
Verhaltens und zur Integration intervallarithmetischern Schließens.
LKI
KOGS
Computer Science Department